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!!! Eclipse-Installation


Ich gehe davon aus, dass eine Java-Installation (z.B.
JavaUnterDebian) bereits erfolgt ist. Zu Infos über Eclipse siehe
auch EclipseIDE.

!! EclipseIDE Plattform und Java-SDK installieren

! Erklärung der downloadbaren Komponenten

Beim Besuch der [Eclipse Website|http://eclipse.org] ist es für den
Anfänger eventuell verwirrend, daß Eclipse nicht nur eine IDE
(integrierte Entwicklungsumgebung) für Java ist, sondern dass auch
von der "Eclipse Platform" gesprochen wird. Eclipse besteht
sozusagen aus mehreren Schichten. Die unterste Schicht ist ein GUI-
und Application Framework, mit dem beliebige bildschirmorientierte
Anwendungen geschrieben werden können. Dies ist die sogenannte
"Eclipse Platform" und hilft uns hier eigentlich gar nicht weiter.
Dann gibt es die Eclipse IDE. Diese IDE ist so universell gehalten,
daß man damit prinzipiell alle Programmiersprachen programmieren
kann, wenn es dazu entsprechende Module bzw. Plugins gibt. Da
Eclipse selber in Java geschrieben ist, gibt es natürlich solche
Plugins auch für Java, d.h. die Java-IDE ist bei der
Standard-Installation dabei. Weitere Sprachen (z.B. C/C++) oder
andere weitere Fähigkeiten können dann bei Bedarf durch Plugins
nachgerüstet werden.

! Herunterladen des Eclipse SDK

Seit einiger Zeit wird einem die Datei, die man eigentlich
benötigt, auf der [Eclipse Webseite|http://www.eclipse.org] recht
prominent angeboten, wenn man auf __Download__ klickt. Es handelt
sich hierbei aktuell um das __"Eclipse SDK 3.2.1"__. Die Website
erkennt automatisch, ob wir mit Linux oder Windows surfen und
bietet uns die richtige Version an. Diese Datei lädt man herunter.

! Installation

Das tar-Archiv muss nun irgendwohin ausgepackt werden. Dies kann
von root z.B. nach ''/opt/eclipse'' geschehen oder innerhalb eines
Benutzerverzeichnisses z.B. nach '~/Eclipse-Projekte/eclipse'. Das
wars dann eigentlich auch schon.

! Integration ins System

Hat man das Archiv als root (oder ein anderer Benutzer) nach
''/opt/eclipse'' ausgepackt, empfiehlt sich noch folgender Befehl,
damit alle Benutzer darauf zugreifen können (alternativ kann man
auch mit einer geeigneten Benutzergruppe arbeiten):

 chmod a=g /opt/eclipse -R

Um komfortabel arbeiten zu können, kann man sich ein __KDE-Icon__
erzeugen, indem man auf den Desktop-Hintergrund mit der rechten
Maustaste klickt und dann ''Neu erstellen -> Datei ->
Verknüpfung zu Programm...'' wählt. Im dort erscheinenden Fenster
gibt man dann __/opt/eclipse/eclipse__ als Programmaufruf an. Auf
der ersten Registerkarte kann man neben dem Namen des neuen Symbols
auch dessen Bild ändern, indem man auf das vorgegebene Symbol oben
links klickt. Hier kann man das richtige Eclipse-Icon aus dem
Eclipse-Verzeichnis angeben (''/opt/eclipse/icon.xpm'').
(GIF-Dateien kann man übrigens dort auch angeben, wenn man unten den
Auswahlfilter löscht.)

! Debian Pakete (erst ab Etch)

Alternativ gibt es für ''Debian Etch'' auch Debian-Pakete. Die
Installation ist wahrscheinlich besser integriert - eine
Installation unter Sarge ist jedoch aufgrund der Abhängigkeiten
nicht zu empfehlen, wenn man nicht eine größere Anzahl anderer
Pakete mit upgraden will. Davon abgesehen ist die Installation des
Original-Paketes so trival und greift überhaupt nicht in das System
ein, so daß man in diesem Fall auf das Debian-Paket verzichten kann
(Und wenn ich das schon sage... :-) ThomasBayen).


!! Plugins installieren

Wenn man zusätzliche Funktionen über das reine Entwickeln von
Java-Code hinaus nutzen will, kann man sog. Plugins einbinden.
Hierfür gibt es in Eclipse eine recht nette eigene Paketverwaltung
im Menü unter ''Help -> Software Updates -> Find and
Install''. Man kann dort Paketquellen (als URL) angeben und dann
die unter dieser URL erreichbaren Plugins auswählen und
installieren. Leider muss dazu ein Server, der das
Plugin-Repository anbietet, entsprechend konfigurieret sein (was
wohl nicht so einfach ist), deshalb gibt es auch einige Plugins,
die man herkömmlich herunterladen und dann im
Eclipse-Hauptverzeichnis auspacken muss. Diese Pakete kann man dann
natürlich nur noch sehr schwer wieder deinstallieren.

Plugins sucht man am besten über
[EPIC|http://www.eclipseplugincentral.com]. Dies ist eine Webseite,
die alle Plugins auflistet und suchen kann.

!! Subversion Plugin

Standardmäßig hat Eclipse eine sehr gute CVS-Einbindung. Dennoch
ist SubVersion ein etwas moderneres Versionskontrollsystem.
Insbesondere ist es mit SubVersion auch möglich, Dateien (oder
ganze Bäume) umzubenennen zu verschieben, was immer schon ein
Problem bei CVS war. Für den Umgang mit SubVersion Repositories
gibt es zwei verschiedene Plugins: [Subclipse|http://subclipse.tigris.org/] ist das ältere Plugin. Ich habe bereits mit ihm
gearbeitet und kann es nur loben. Dennoch verspricht das neuere
[Subversive|http://www.polarion.org/index.php?page=overview&project=subversive] eine noch bessere Integration und Unterstützung.
Außerdem setzt es standardmäßig auf einem "pure Java" SVN-Client
auf, was auf außergewöhnlichen Plattformen vielleicht ein Vorteil
ist.

Auf SubVersion ist die Installation des Subclipse-Plugins
beschrieben. Das
[Subversive|http://www.polarion.org/index.php?page=overview&project=subversive]-Plugin ist über die Eclipse Update Funktion automatisch
zu installieren. Dazu ist lediglich folgende Update-Site zu
benutzen:
{{{
 http://www.polarion.org/projects/subversive/download/update-site/
}}}
== [Web Standard Tools|http://www.eclipse.org/webtools/wst/main.html] (u.a. HTML-Editor) ==

Bisher habe ich noch nicht den idealen Weg gefunden, um HTML zu
editieren. Irgendwie scheint die Auswahl an Plugins zum Thema
"Webentwicklung" so gross zu sein, dass man den Wald vor lauter
Bäumen nicht sieht.

Grundsätzlich gibt es ein [Eclipse Webtools Project|http://www.eclipse.org/webtools/] direkt auf der Eclipse Homepage. Um einen
HTML-Editor zu bekommen, habe ich daher folgende update-Site in
mein Eclipse eingetragen:
{{{
 http://download.eclipse.org/webtools/updates/
}}}
Danach habe ich das "WST-Paket"
([Web Standard Tools|http://www.eclipse.org/webtools/wst/main.html]) installiert (und alle dazu benötigten, wozu man einen
Extra-Button drücken muss). Als einzige weitere Einstellung musst
ich in den Preferences in General -> Editors -> File
Associations für HTML-Dateien den HTML-Editor als Default
einstellen.

Nun habe ich einen hübschen und gut integrierten HTML-Editor. Er
hat Syntax-Highlighting, es gibt eine Auto-Vervollständigung (wie
in Java), es gibt ein Auto-Format (mit Strg-Shoft-F wie in Java).
Es gibt auch einen CSS-Editor, den ich allerdings bisher noch nicht
probiert habe. Im Allgemeinen fühle ich mich mit diesem Plugin wohl
und habe mein Ziel erreicht. Was WST sonst noch alles bietet, werde
ich dann wohl noch merken. Die Website ist auf jeden Fall
grauenhaft, wenn es darum geht, zu erklären, was das Paket
eigentlich tut... -- ThomasBayen

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