Projektumgebung #
Diese Seite ist die erste Folge einer Artikelserie zur Erstellung einer Swing Applikation. Als erstes benötigen wir eine Infrastruktur zum Austausch unserer Daten im Projektteam. Außerdem müssen wir uns auf eine IDE einigen.
gemeinsames Wiki #
Wir benutzen das LUG-Wiki für unser Beispielprojekt. Leider funktioniert das Einloggen nicht mehr so, wie auf der Startseite angegeben (Hallo Peter!). Hierzu kann man oben rechts auf "meine Einstellungen" klicken und dann die angegebene IP-Adresse durch einen Wiki-Namen ersetzen. Danach taucht am oberen Rand der Wiki-Texte ein neuer "Bearbeiten"-Button auf. Ab jetzt können wir Informationen austauschen.
Austausch von Dateien - Versionskontrolle #
Der vermeintlich einfachste Weg ist, tar-Archive zu erzeugen und herumzusenden. Hat ein Projekt aber mehr als einen Benutzer, entsteht so schnell ein Durcheinander, weil mehrere Teilnehmer gleichzeitig Änderungen vornehmen wollen. Dafür gibt es Versions-Kontrollsysteme (VCS, siehe auch VersionsVerwaltung) wie CVS (KurzAnleitungCVS), SubVersion, Bazaar, GIT oder Mercurial (siehe auch MercurialVersionControl).
Die neueste Generation der VCS arbeitet dezentral, d.h. jeder Projektteilnehmer hat für sich selber eine vollständige Version des gesamten Repositories. Dann können später einzelne sog. "changesets", d.h. Änderungs-Sätze ausgetauscht werden, bis beide Repositories wieder synchronisiert sind. Bei den dezentralen VCS gibt es als bekannteste Vertreter Bazaar, GIT oder Mercurial. ThomasBayen hat sich im Frühjahr 2009 nach einiger Recherche für Mercurial entschieden, das am weitesten verbreitet zu sein scheint. Außerdem gibt es ein halbwegs vernünftiges Eclipse-Plugin.
Ja, genau: Laut Vergleich Mercurial vs. GIT
scheint mir Mercurial hier die passende Wahl zu sein. --MarkusMonderkamp
Eine deutsche Erklärung zu Mercurial: http://intevation.net/~thomas/mercurial-lt2006/#id2452004
-- ThomasThiessen
Mercurial kann man in einem Debian-System installieren mit
aptitude install mercurial
Die wichtigsten Befehle sind auf der Seite MercurialVersionControl verzeichnet.
Projektverwaltung (Maven 2) #
Maven ist ein Projektmanagement-Tool für Java. Es ist zum einen ein Ersatz für ApacheAnt, weil es die meisten einfachen Ant-Buildskripte ersetzt. Man benutzt dort sogenannte Plugins, die man mit standardisierten Befehlen startet und die ggf. automatisch heruntergeladen nud augeführt werden. Einer der vielgerühmten Vorteile von Maven ist das Abhängigkeitsmanagement, d.h. man hat eine Art Paketmanager für JAR-Bibliotheken. Das funktioniert ganz gut (solange die Bibliotheken mit einer ordentlichen POM-Datei versehen und ins zentrale Repository eingestellt wurden). Eine andere bekannte Eigenschaft ist, daß Maven es sehr einfach macht, automatisch Webseiten zu einem Projekt zu erzeugen.
Maven2 gibts unter http://maven.apache.org/.
Ich habe es über das Debian-Paket "maven2" installiert.
Entwicklungsumgebung Eclipse #
Wir haben uns auf die EclipseIDE als Entwicklungsumgebung (IDE) geeinigt. Dies hauptsächlich, weil wir bisher einige Erfahrungen damit haben. Eine gute und auch freie Alternative ist auch Netbeans (siehe auch NetbeansVsEclipse).
Wir benutzen folgende Plugins, deren Installation ggf. auf EclipsePlugins näher beschrieben ist:
- http://www.vectrace.com/mercurialeclipse/
- Mercurial Plugin
- http://m2eclipse.codehaus.org/
Das M2Plugin (für Maven) ist eigentlich ein Muss, weil ohne dieses die Auflösung von Abhängigkeiten (um die es bei Maven ja geht) nicht in den Eclipse-Classpath übernommen würde. Es gibt zwar ein reguläres Maven-Plugin namens "eclipse:eclipse", das grundsätzlich auch funktionieren würde, das aber mit M2Eclipse nicht sonderlich kompatibel ist. Es müsssten sich also alle Teammitglieder für die gleiche Lösung entscheiden und M2 ist recht komfortabel, wenn es einmal installiert ist.
Ich habe ein vorhandenes (bereits über die Kommandozeile ausgechecktes) Projekt folgendermassen in Eclipse eingebunden: Ich habe das Projekt per mercurial in einen vorhandenen Eclipse-Workspace ausgecheckt. Dann habe ich in Eclipse "File -> New -> Java Project" ausgewählt. Dann habe ich den Namen meines Projektverzeichnisses angegeben und in diesem sowie dem folgenden Wizard-Fenster auf "Weiter" bzw. "Finish" geklickt. Eclipse hat dabei dann eben kein neues Projekt angelegt, sondern mein vorhandenes so wie es ist eingebunden.
noch offene Themen #
- Maven oder nicht
- Es gibt einige nette Projekte die mit der POM datei arbeiten.
- eigenes Maven-Repository nötig?
- http://nexus.sonatype.org/
- https://hudson.dev.java.net/
- http://sonar.codehaus.org/
- Mercurial (Repository) wird von hudson automatisch geprüft und mit jedem commit (push) wird geprüft und in das repository installiert.
- auch interessant http://mercurial.selenic.com/wiki/NotifyExtension
- http://nexus.sonatype.org/
- Alternativ zu Maven kann man Dependency Management auch mit Ivy
machen (deutscher Artikel über Ivy
).
- IDE zu Ivy unter Eclipse: http://ant.apache.org/ivy/ivyde/index.html
schönen Gruß vom Co-Autor Jan des o.g. Ivy-Artikels
- IDE zu Ivy unter Eclipse: http://ant.apache.org/ivy/ivyde/index.html