Java unter Debian #

An sich ist Java ja eine gute Idee: Man ist völlig plattformunabhängig, überall wird die gleiche Sprache gesprochen, Java ist überall vorinstalliert etc. Leider sieht die Realität aus der Sicht eines Nicht-Java-Gurus wie mir etwas trauriger aus. :-( Bereits mehrere Male hatte ich es mit Java-Programmen zu tun, die ich als Laie "mal eben" unter Debian ausprobieren wollte. Dabei musste ich jedes mal Java neu installieren und wusste nicht mehr, woher ich das nun nehmen soll...

Der Grund, dass Java insbesondere unter Debian nicht anständig unterstützt wird, liegt wohl irgendwo in den Lizenzen der Sprache und der benötigten Programme verborgen. Mehr dazu weiter unten.

Anfang 2007 gab es eine DiskussionJavaStart mit jemandem, der neu mit Java anfangen wollte. Dort stehen für Neulinge evtl. auch einige interessante Tips, die hier noch nicht eingearbeitet wurden.

Blackdown Java #

In der offiziellen Debian Distribution gibt es nur freie Implementierungen der Sprache Java, die aber viele Programme bisher nicht ausführen können.

Update am 13.11.2006:
SUN wird Java unter die GPL stellen. Damit wird der Weg für Debian frei. (MarkusMonderkamp zitiert aus dem Heise-Ticker)

Es gibt zwei "Debian"-Wege doch zu einem "richtigen" Java zu kommen. Wenn ein Java 1.3 oder 1.4 genügt, kann man die Pakete des Blackdown Projektes benutzen. Dort wird das Java von Sun für verschiedene Linux Plattformen (z.B. auch PowerPC) portiert. Dazu trägt man in die /etc/apt/sources.list zum Beispiel ein:

  deb http://ftp2.skynet.be/pub/ftp.blackdown.org/debian/ sarge non-free

Dann ruft man auf

  apt-get update
  apt-get install j2sdk1.4

oder auch

  apt-get install j2re1.4

wenn einem die Java-Laufzeitumgebung genügt.

Das Original von Sun #

Der zweite Weg: Man lädt sich das SDK für Linux als .bin-Datei von http://java.sun.com herunter. Dann installiert man das Paket java-package (in Debian/contrib):

  apt-get install java-package

Damit wird das Skript make-jpkg installiert, mit dem man aus der .bin-Datei ein Debian-Paket erzeugt. Das wird dann ganz normal installiert. Zum Beispiel:

  fakeroot make-jpkg jre-1_5_0_02-linux-i586.bin
  dpkg -i sun-j2re1.5_1.5.0+update02_i386.deb

Übrigens kann java-package auch die IBM-Implementierung von Java zu einem Paket machen. Diese läuft ebenfalls anstandslos unter Debian Linux. Im Gegenteil ist mir mit dem Java von Sun mein Eclipse auf einem UML-System dauernd abgestürzt - mit dem IBM-Java gehts. -- ThomasBayen

Wirklich Frei #

Unter Linux gibt es mittlerweile eine ganze Anzahl von Java-Virtuellen-Maschinen, die ich für die eigene Programmentwicklung auf jeden Fall empfehle (wir wollen doch freie Software entwickeln, oder?):

Die freien Java-Implementierungen sind mittlerweile durchaus in der Praxis einsetzbar. Ab Kaffe 1.1.3 läuft der Tomcat 4 unter dieser VM und an Eclipse wird heftig gearbeitet: Mit GCJ 4.0 soll Eclipse 3.1 out of the Box funktionieren!

  • Mit dem Gnu-Java-Compiler (GCJ) lassen sich viele Java-Projekte in Binär-Code übersetzen. Wenn jemand freie Software mit Java entwickeln will, dann empfehle ich diesen Weg, denn so lassen sich auch Binärprogramme für Windows kompilieren!
  • Auch im Debian-Projekt tut sich einiges. Durch die Fortschritte bei Kaffe und beim GCJ können viele Java-Bibliotheken und Programme mit diesen Compilers und Java-VMs übersetzt werden. Sie wandern dann in die Debian-Main-Distribution. Siehe http://wiki.debian.org/Java/MoveToMain

Tips und Tricks im Wiki der Linux User Group Krefeld #

Web-Programme mit Java #

  • TomcatUnterDebian - Um Webservices in Java anbieten zu können, empfiehlt sich die Installation von Tomcat.
  • JavaWebStart kann ganz normale Swing-Applikationen aus dem Web heraus starten

Sun und IBM liefern Java für Linux #

Freie Java-VMs #

Java-Tutorials und Online-Bücher #

Java-Template-Engines

Web-Frameworks Persistenz-Frameworks

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KategorieJava, KategorieDebian