JavaUnterDebian
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Java unter Debian#

An sich ist Java ja eine gute Idee: Man ist völlig plattformunabhängig, überall wird die gleiche Sprache gesprochen, Java ist überall vorinstalliert etc. Leider sah die Realität eine ganze Zeit lang aus der Sicht eines Nicht-Java-Gurus wie mir etwas trauriger aus. :-( Bereits mehrere Male hatte ich es mit Java-Programmen zu tun, die ich als Laie "mal eben" unter Debian ausprobieren wollte. Dabei musste ich jedes mal Java neu installieren und wusste nicht mehr, woher ich das nun nehmen soll... .

Diese Zeiten sind seit Etch (Debian 4.0) vorbei. War es bislang so, dass man Java immer wieder von der Herstellerseite bei Sun herunterladen musste, kann nun mit apt Java (JRE oderauch JDK) einfach installiert werden.

Seit Anfang 2007 gibt es offizielle Debian-Pakete mit der Sun-VM. Alternativ sind auch andere, richtig "freie", VMs in Debian enthalten. Diese beiden Wege sind zum heutigen Zeitpunkt die "Empfehlung der Redaktion". --ThomasBayen

Für Debian Etch (aka 4.0) gibt es Java 1.5.0 im Zweig "non-free". Java 6 kann man als Backport installieren.

Im Testing-Zweig von Debian (künftige Version "Lenny") sind Java5 und Java6 verfügbar: --PeterHormanns
Dank Ubuntu wurden neue Lizenzen gemacht und seit Sun mit "Java wird OpenSource" einen neuen Weg eingeschlagen hat ist es in Zukunft bestimmt weiterhin einfach zu installieren sein.

Das Original von Sun (so war es)#

Man lädt sich das SDK für Linux als .bin-Datei von http://java.sun.com herunter. Dann installiert man das Paket java-package (in Debian/contrib):

  apt-get install java-package

Damit wird das Skript make-jpkg installiert, mit dem man aus der .bin-Datei ein Debian-Paket erzeugt. Das wird dann ganz normal installiert. Zum Beispiel:

  fakeroot make-jpkg jre-1_5_0_02-linux-i586.bin
  dpkg -i sun-j2re1.5_1.5.0+update02_i386.deb

Übrigens kann java-package auch die IBM-Implementierung von Java zu einem Paket machen. Diese läuft ebenfalls anstandslos unter Debian Linux. Im Gegenteil ist mir mit dem Java von Sun mein Eclipse auf einem UML-System dauernd abgestürzt - mit dem IBM-Java gehts. -- ThomasBayen

Java 6 mit java-package#

Java 6 wird von java-package in Etch nicht unterstützt, was sich in der Fehlermeldung No matching plugin was found. zeigt. Das kann aber leicht angepasst werden:

   cd /usr/share/java-package
   cp -a sun-j2sdk1.5 sun-j2sdk1.6

Editiere die erste Zeile in sun-j2sdk1.6/install

   suffix=j2sdk1.6-sun 

Editiere sun-j2sdk.sh und füge folgendes zur i386 Section:

    "jdk-6u"[0-9]"-linux-i586.bin") # SUPPORTED
            j2se_version=1.6.0+update${archive_name:10:2}
            j2se_expected_min_size=130
            found=true
            ;;

Analog geht das Ganze natürlich auch für JRE.

Wirklich Frei#

Unter Linux gibt es mittlerweile eine ganze Anzahl von Java-Virtuellen-Maschinen, die ich für die eigene Programmentwicklung auf jeden Fall empfehle (wir wollen doch freie Software entwickeln, oder?):

Die freien Java-Implementierungen sind mittlerweile durchaus in der Praxis einsetzbar. Ab Kaffe 1.1.3 läuft der Tomcat 4 unter dieser VM und an Eclipse wird heftig gearbeitet: Mit GCJ 4.0 soll Eclipse 3.1 out of the Box funktionieren!

64-Bit-Systeme#

Grundsätzlich funktioniert Java auch auf 64-Bit-Systemen sehr gut. Leider gibt es von Sun jedoch kein richtiges Browser-Plugin, so das Applets und JavaWebStart gehandicapt sind. Hierzu gibt es Hinweise auf der Seite LinuxMit64Bit.

ein 32 Bit Chroot wird verwendet --JensKapitza

Sun und IBM liefern Java für Linux#

Freie Java-VMs#

Tags:  Debian, Java