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= Debian Mirror anlegen
mit debmirror =
Diese Seite beschreibt die Benutzung des Debian-Paketes
'''debmirror''', mit dem ich meinen Debian Mirror aktualisiere.
Debmirror hat den Vorteil gegenüber apt-get, dass auch
Releases-Dateien übertragen werden und somit die Pakete im Mirror
"siginert" sind.
== FTP oder HTTP? ==
Es wäre schön, wenn der Mirror nachher sowohl per ftp als auch per
http zugänglich wäre.
Deshalb kann man neben dem Paket '''debmirror''' auch '''wu-ftpd'''
installieren. Das
Homeverzeichnis des FTP-Users muss auf einer Partition sein, die
gross genug für den Mirror
ist (Links woandershin sind hier nicht erlaubt, da ftp in einem
chroot-Gefängnis lebt).
== Mirror anlegen ==
Zuerst sollte man (als root) mit
su ftp
zum FTP-User werden. Dann muss man in das 'pub'-Verzeichnis im
ftp-home-Verzeichnis gehen. Dort
erzeugen wir die Mirror-Verzeichnisse.
Dann kann man, um auch HTTP-Verbindungen möglich zu machen, einen
symbolischen Link in
''/var/www/debian'' auf .../pub/debian (und andere) machen. Der
muss dann auch vom User ''www-data''
angelegt sein.
Mit folgenden Befehlen wird ein kompletter Mirror von woody und
sarge erzeugt:
debmirror /var/www/debian-non-US/ --nosource -h ftp.freenet.de
-r debian-non-US/ --method=ftp -p --dist
woody/non-US,woody-proposed-updates/non-US,sarge/non-US,sarge-proposed-updates/non-US
debmirror /var/www/debian/ --nosource -h ftp.freenet.de
-r debian/ --method=ftp -p --dist
woody,woody-proposed-updates,sarge,sarge-proposed-updates
debmirror /var/www/debian-security/ --nosource -h
security.debian.org -r debian-security/ --method=ftp -p --dist
woody/updates,sarge/updates
Mit neueren Debmirror-Versionen geht auch der Zugriff per HTTP, was
eine verkürzte Kommandozeile ermäöglicht:
debmirror debian --nosource -h ftp.de.debian.org -p --dist
sarge,sarge-proposed-updates
Der Vorgang dauert beim ersten Mal mit DSL ca. 10 Stunden. Dieser
Mirror ist nun voll funktionsfähig. Viel Spass damit!
* '''TIP:''' wenn ihr ein problem mit der Signatur habt , wie ich!
(JensKapitza) hängt mal --ignore-release-gpg an dann klapts auch
mit '' dem Nachbarn '' :)
=== Was habe ich da jetzt überhaupt? ===
Damit hat man alle wichtigen Archive im Mirror:
* sarge ist die aktuelle, stabile Debian-Version (stable)
* etch ist die nächste Version in Vorbereitung (testing)
* proposed-updates sind neue Pakete, die in die nächste Revision
kommen sollen
* security sind neue Pakete, die sicherheitsrelevant sind. Sie
sollten sofort eingepflegt werden
Von Zeit zu Zeit wird von der stable-Distribution eine neue
Revision aufgelegt (woody-r1, woody-r2, etc.). Dabei wird nichts
grundsätzliches geändert. Es werden lediglich grobe Bugs und vor
allem Sicherheitslecks repariert. Wer wirklich neue Pakete haben
will, muss zur testing-Distribution greifen. Diese war in der
Vergangenheit meist auch sehr stabil und Produktions-tauglich. Für
die ganz nagelneuen Pakete gibt es noch die 'unstable'-Distribution
''Sid''. Diese wird mit obigen Zeilen jedoch nicht gespiegelt.
''Warum es ein testing/proposed gibt, ist mir übrigens nicht ganz
klar. Schliesslich gibt es von testing ja keine Revisionen, weil es
ständig geändert wird. Das Verzeichnis existiert jedoch auf dem
Debian-Server, also habe ich es hier mal aufgenommen.''
=== Einschränkungen ===
Wer etwas Platz, Zeit und Bandbreite sparen will, kann sich
natürlich auf eine Distribution beschränken. Man kann darüberhinaus
jedoch auch noch bestimmte Pakete ausschliessen. Dies geht über die
''--exclude''-Option unter Angabe eines regulären Ausdrucks. So
sind z.Zt. ca. 800MB Kernel-Pakete in der Distribution. Um diese zu
sparen, kann man sowas wie das folgende angeben:
debmirror debian/ --nosource -h ftp.bayen.loc -p --dist
sarge,sarge-proposed-updates --exclude="kernel-.*"
--exclude="pcmcia-modules-.*"
== Mirror aktualisieren ==
Um den Mirror auf den neuesten Stand zu bringen, einfach ein
kleines Skript schreiben was die obigen Befehle ausführt.
'''debmirror''' erkennt selbständig, welche Dateien nicht geändert
sind und lädt nur die neuen dazu. Macht man das z.B. täglich durch
einen Cronjob, ist das meistens in ein paar Minuten erledigt.
Dabei ist übrigens darauf zu achten, daß man wirklich die gleichen
Befehle benutzt. Wenn man
nämlich z.B. eine Distribution weniger angibt, wird diese nicht nur
nicht aktualisiert, sondern
auch aus dem Mirror gelöscht! Ich habe mir obige Befehle in ein
Skript geschrieben, das ich
jeweils aufrufe. Wer Teile hat, die nicht so oft aktualisiert
werden sollen, sollte diese in
eigene Verzeichnisse auslagern.
== Mirror benutzen ==
Die Datei ''/etc/apt/sources.list'' sieht auf dem Client dann z.B.
so aus:
deb http://mirrors.bayen.loc/debian woody main contrib non-free
deb http://mirrors.bayen.loc/debian-non-US woody/non-US main
contrib non-free
deb http://mirrors.bayen.loc/debian woody main contrib non-free
deb http://mirrors.bayen.loc/debian-non-US woody/non-US main
contrib non-free
oder
deb ftp://mirrors.bayen.loc/pub/debian woody main contrib
non-free
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