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!!!FreeNX

Die Firma ~NoMachine hat ein Verfahren entwickelt, um das X-Protokoll deutlich effizienter zu übertragen. Auf diese Art ist es durchaus möglich, eine grafische Oberfläche über das Internet zu übertragen.

Der Gedanke ist verlockend: Wo ich auch bin, ein Internet-Anschluß genügt, und ich arbeite auf meinem Rechner zu Hause oder bei einem Provider.

~NoMachine hat die Implementierung des Protokolls unter eine freie Lizenz gestellt. Neben den kommerziellen Produkten der Firma ~NoMachine gibt es Projekte, die an freien Implementierungen von Servern und Clients arbeiten.

== x2go ==

x2go ist nicht kompatibel zu den anderen beiden NX-Servern, d.h. man kann Clients und Server nicht untereinander austauschen.

Ich habe mit der x2go-Implementierung ein bisschen herumgespielt und finde das eine ausgezeichnete Lösung. Sie ist schnell installiert und der Client hat eine intuitive graphische Oberfläche. Interessanterweise habe ich das Gefühl, daß meine LinuxTerminalServer - Terminals schon im LAN (GBit!) mit einem NX-Client spürbar flüssiger arbeiten als mit dem klassischen X-Server. Das Problem des X-Servers scheint hier weniger die Gigabit-Leitung als die Roundtrips zu sein, die viele X-Programme bzw. GUI-Bibliotheken verursachen. Insbesondere unter Java Swing habe ich mit komplexen Formularen Riesen-Unterschiede bemerkt.

Meine Experimente haben übrigens gezeigt, daß der größte Teil der Performance-Verbesserung schon stattfindet, wenn NX lokal (d.h. Client und Server) auf dem Terminalserver läuft, ich also den Client nur auf dem Terminalserver starte und das NX-Client-Fenster dann per remote X-Server auf das Terminal wandert. Hierbei zeigt sich bereits, daß der NX-Client unabhängig von Roundtrips arbeitet und dann nur noch ein reines Ausgabefenster ohne jede Rückfrage zum X-Server schickt.

Ein Problem hatte ich mit der Tastaturausgabe, wenn man die ~AltGr-Taste benötigt. Da muss man laut http://developer.berlios.de/forum/forum.php?max_rows=25&style=nested&offset=32&forum_id=25643 allerdings nur die Keyboard-Einstellung anpassen.

Bevor ich hier ein abschließendes Lob loswerde, muss ich mich allerdings noch einmal mit ~FreeNX beschäftigen.


!!Weblinks
*[http://www.nomachine.com] - das Original
*[http://x2go.berlios.de/] - Implementierung einer deutschen Firma mit aktuellen Debian-Paketen
*[http://freenx.berlios.de] - freies Projekt
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[{Tag ThinClient X11}]