!!!Monitoring
Unter Monitoring verstehen wir hier die Überwachung eines Servers oder einer Vielzahl von Rechnern / eines ganzen Netzwerks. Monitoring bedeutet also, daß ich den Status eines Systems, d.h. meines Rechners, meines Netzwerks (oder prinzipiell auch von etwas ganz anderem - läuft meine Kühltruhe noch, ist meine Heizung kaputt - siehe HomeAutomation) beobachte, analysiere und betrachten kann. Dabei kann es z.B. interessant sein, bestimmte Werte über die Zeit zu beobachten (wie verhält sich meine Systemauslastung über den Tag verteilt) oder auch bestimmte Zustände (läuft mein Webserver noch) oder sich ankündigende Probleme (die Platte ist zu 90% voll) zu erkennen und ggf. zu melden.
Dabei gibt es zwei unterschiedliche Aspekte:
# Alarm, wenn ein Server oder eine Dienst auf dem Server ausfällt.
# Sammeln von statistischen Daten (CPU-Auslastung, Hauptspeicherauslastung, Plattenbelegung, I-/O-Mengen, etc.), um präventiv Engpässe vorherzusehen oder im Nachhinein eine Fehler analysieren zu können.
!!Werkzeuge für einen Rechner
Für einen einzelnen Rechner oder ein kleines Netz sind zu empfehlen:
# [Monitoring.Munin] für das Sammeln der Daten
# [Monitoring.Monit] für die Kontrolle von Diensten und Ressourcen
!! mächtigere Werkzeuge für komplexere Netzwerke
Eine weitverbreitete Standardlösung ist [Nagios|http://www.nagios.org/]. Es erlaubt die Überwachung eines Rechnersystems durch einen oder mehrere Administratoren. Im Grunde verwaltet es die Zustände "OK", "Warning" und "Critical". Damit ist es sehr nützlich, damit man alle Dienste, Server, Hosts und angeschlossene Peripherie in seinem Netzwerk überwachen kann. Ein Ausfall wird dann z.B. per Mail oder per SMS an den Administrator gemeldet, der dadurch im besten Fall handeln kann, bevor die User anfangen, zu schreien. Oftmals geht es aber auch nicht um User, sondern um Dienste, die im Hintergrund laufen wie z.B. ein Backup oder eine Daten-Aktualisierung, die aus irgendeinem Grund einfach stillschweigend den Dienst einstellen. Auch sowas will man ja wissen.
Auf dem FrOSCon2010 war ein Stand des relativ neuen [Icinga|http://www.icinga.org/]-Projekts. Das ist ein Fork von Nagios, der sich bisher noch nicht allzu weit vom Original entfernt hat, der allerdings verspricht, ein offeneres Entwicklungsmodell umzusetzen als das Original (das im Kern von einer einzigen Person entwickelt wird). Nach einer Unterhaltung mit den anwesenden Icinga-Leuten habe ich mich entschieden, das zuerst einmal anzutesten.
Für Leute, die stastistische Daten verwalten wollen und z.B. Temparaturen, Systemauslastung o.ä. überwachen wollen, scheint [Monitoring.Munin] das bessere Tool zu sein. Alternativ gibt es auch für Nagios bzw. Iconga-Daten graphische Anzeigeprogramme für solche Daten wie z.B. [Netways Grapher|https://www.netways.org/projects/show/grapher-v2], aber auch da habe ich bisher noch keine Erfahrung mit.
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