! Adventskalender mit Test-Fragen zur [LPI-Prüfung|http://www.elearnit.de/lpi/index.html]

Wer sich auf eine Zertifizierung durch das [Linux Professional Institute|http://www.lpi-german.de/] vorbereiten möchte, \\
freut sich eventuell auf die im [LPI-Simulator|http://lpi-buch.linupfront.de/simulator.html] 
(Spoiler-Warnung) angebotene Trainingsmöglichkeit. \\
Anmeldungen zu einer der LPI-Prüfungen LPIC-1, LPIC-2 oder LPIC-3 sind z.B. über 
[LPI|http://www.lpi.org/en/lpi/english/certification/basics/procedure_for_taking_exams] möglich.\\
LPI-Fragen werden auch im [Forum von Karl Schock|http://www.elearnit.de/lpi/forum/] erörtert,\\
wo es auch eine [LPI Live-CD|http://www.elearnit.de/live_cds/elpicx/] namens ''elpicx'' zum Üben gibt.

Hier wird nun für jeden Tag des Advents 2007 je eine Frage präsentiert. 

Einen Perl-Adventskalender habe ich für [Perl-Catalyst|http://www.catalystframework.org/] entdeckt: http://catalystframework.org/calendar/2007

| WICHTIG: DIES IST KEIN BRAINDUMP! \\Die Fragen in dieser Datei sind frei erfunden und haben nichts \\mit der echten Prüfung zu tun. Bitte lernen Sie diese Fragen\\nicht auswendig, um damit die Prüfung zu bestehen. Sie werden\\durchfallen und sind dann selber daran schuld.                 

!!Fragen für Prüfung 101 von Anselm Lingnau, Thomas Erker

Simulierte Prüfungsfragen Copyright © 2004-5 Linup Front ~GmbH (http://lpi-buch.linupfront.de/lpisim/)

!!! Adventskalendertürchen 
(Lösungen gibt es am Folgetag)

* 07.12.2007 (Wegen Urlaub kommt jetzt 6 Tage Pause, oder jemand, Thomas, hat Ideen für Fragen)
** 1.101.1 1 
** __Warum ist die »1024-Zylinder-Grenze« auf manchen Rechnern ein Problem?__
### Auf alten Rechnern kann der Bootlader den Systemkern nicht laden, wenn Teile davon jenseits des 1024. Zylinders auf der Platte liegen
### Auf alten Rechnern gibt es unter Linux eine Grenze für die Größe von Partitionen, nämlich 1024 Zylinder
### Auf alten Rechnern muss der Zylinder 1024 an der Grenze einer primären Partition liegen
### Linux benötigt mindestens 1024 Zylinder freien Platz auf der Platte

* 06.12.2007
** 1.101.1 2
** __Auf welche Uhrzeit müssen Sie die CMOS-Uhr Ihres Rechners stellen, damit
Linux die korrekte Uhrzeit anzeigen kann -- Weltzeit (UTC)
oder die lokale Zonenzeit?__
### Egal -- Sie müssen Linux aber mitteilen, welche von beiden
### Weltzeit (UTC)
### Lokale Zonenzeit
### Egal -- Linux bestimmt automatisch die korrekte Zeit anhand der Endung des Domänennamens

Die CMOS-Uhr wird von Linux nur beim Systemstart angeschaut, um die Kernel-Uhr
zu stellen.

Sie sollten die CMOS-Uhr in Zonenzeit laufen lassen, wenn Sie auf Ihrem Rechner
außer Linux noch ein Windows-Betriebssystem haben; diese verwenden die CMOS-Uhr
direkt. Wenn Sie nur Linux auf dem Rechner haben, sind Sie besser damit beraten,
UTC zu verwenden - so vermeiden Sie Verwirrung mit der Sommerzeit. In jedem Fall
ist es aber egal (Antwort <<1>>), solange Sie Ihrem Linux sagen, wie es beim
Stellen der Kernel-Uhr die Zeit interpretieren soll, die es in der CMOS-Uhr
findet.

Am Domänennamen (Antwort <<4>>) kann Linux sich leider nicht orientieren,
dafür ist der nicht eindeutig genug: Mit ».de« könnte es gerade noch angehen,
aber was ist mit ».us«, ».ru«, ».com« oder ».org«?

* 05.12.2007
** 1.101.1 1
** __Sie möchten verhindern, dass zufällige Personen Ihren Rechner mit einer
Knoppix-CD neu starten können. Wie können Sie das erreichen, wenn er von
einer IDE-Platte bootet?__
### Die Bootreihenfolge im BIOS so einstellen, dass »C:« vorne steht
### Das CD-Laufwerk mit Paketband zukleben
### Das CD-Laufwerk im BIOS abmelden
### Die Bootreihenfolge im BIOS so einstellen, dass »A:« vorne steht

Die Paketbandidee aus Antwort <<2>> ist nett, dürfte aber einen entschlossenen
Cracker kaum abhalten. Antwort <<3>> fällt aus, weil CD-Laufwerke im BIOS in
der Regel nicht einmal angemeldet werden. Was die Bootreihenfolge angeht: »A:«
ist das Floppylaufwerk und »C:« steht für die IDE-Platte. Die richtige Antwort
ist also <<1>>.

* 04.12.2007
** 1.101.1 1
** __»ECP« ist eine BIOS-Konfigurationsmöglichkeit für ...__
### die parallele Schnittstelle
### die serielle Schnittstelle
### die Ethernet-Schnittstelle
### die Energieverwaltung

»ECP« ist die Abkürzung für »Extended Capabilities Parallel Port« (mithin
ist Antwort <<1>> richtig). Im Gegensatz zu anderen Implementierungen der
parallelen Schnittstelle erlaubt ECP Datentransfers per DMA und benutzt
einen FIFO-Puffer zur Beschleunigung von Sende- und Empfangsvorgängen.
Außerdem gibt es Lauflängenkomprimierung (run length encoding, RLE) und
eine Kanaladressierung, mit der in Multifunktionsgeräten
(Fax/Drucker/Scanner/...) die einzelnen Funktionen separat angesprochen
werden können. Nähere Informationen finden Sie zum Beispiel
[[http://www.beyondlogic.org/ecp/ecp.htm|hier]].

* 03.12.2007
** 1.101.1 1
** __Sie versuchen, den IrDA-Port eines Linux-Rechners zu konfigurieren,
um Daten zwischen dem Rechner und einem Handy auszutauschen. Es kommt keine
Verbindung zu Stande. Woran kann das liegen?__
### Der IrDA-Port muss im BIOS einer seriellen Schnittstelle zugeordnet werden
### Linux unterstützt Infrarotschnittstellen erst ab Kern-Version 2.6
### Das Handy muss auf »Linux-Datenübertragung« eingestellt sein
### Die Datenformate Ihres Handys und Ihrer Adressendatenbank müssen kompatibel sein

Können Sie Ihr Handy auf »Linux-Datenübertragung« einstellen? Wir unsere
auch nicht ... Und Infrarotschnittstellen nach IrDA unterstützt Linux schon
lange, lange Zeit. Was die Datenformate angeht: Da ist Kompatibilität sicher
nützlich, aber erst, wenn die Verbindung funktioniert - und Sie sollten
auf jeden Fall dafür sorgen, dass im BIOS eine serielle Schnittstelle für
den Infrarot-Port ausgewählt ist! Ansonsten tut sich nämlich gar nichts ...
Antwort <<1>> ist richtig.

* 02.12.2007
** 1.101.1 2
** __Sie wollen Linux auf einem alten Rechner installieren, der eine
4-GB-IDE-Festplatte hat. Außerdem haben Sie eine 40-GB-IDE-Festplatte zur
Verfügung. Sie ersetzen die 4-GB-Platte durch die 40-GB-Platte, aber das
BIOS findet diese Platte nicht. Was sollten Sie tun, um den Aufwand minimal
zu halten?__
### Beide Platten einbauen, nur die 4-GB-Platte im BIOS anmelden und diese zum Booten verwenden
### Einen neuen Rechner kaufen - so große Platten unterstützt der alte nicht
### Die 40-GB-Platte als Slave konfigurieren, dann ist die Kapazität egal
### Den Bootlader im MBR der 40-GB-Platte neu installieren

Gewisse BIOS-Versionen können Platten mit einer Kapazität von mehr als
32 GB nicht erkennen. Die naheliegendste Abhilfe ist natürlich ein
BIOS-Upgrade; wenn das aus Altersgründen nicht mehr möglich ist, dann können
Sie bei den meisten Platten über einen Jumper dafür sorgen, dass die Platte
dem BIOS vorlügt, sie hätte gerade 32 GB (oder so) Kapazität; Linux ist
das dann später egal, da es das BIOS nicht verwendet. Eine andere Maßnahme
ist unsere Antwort <<1>>; melden Sie einfach die große Platte nicht im
BIOS an (Sie brauchen dann natürlich eine »kleine« Platte zum Booten). Mit den
Antworten <<3&4>> ist es leider nicht getan - aber zum Glück müssen Sie
auch nicht gleich zu Antwort <<2>> greifen!

* 01.12.2007
** 1.101.1 1 __Wozu dient die »LBA«-Einstellung im BIOS?__
### Zur Ansteuerung von IDE-Festplatten mit mehr als 1024 Zylindern
### Zur Ansteuerung von mehr als zwei IDE-Festplatten
### Zum Betrieb der Rechneruhr in Zonenzeit
### LBA ist ein Satz von Funktionen für die Batteriekontrolle in Laptops

»LBA« ist die Abkürzung für »Linear Block Access«, ein Verfahren, bei
dem das BIOS Blöcke auf einer Festplatte nicht (wie traditionell) über
ein Tripel »Zylindernummer, Kopfnummer, Sektornummer« -- vulgo »CHS« --,
sondern über eine einfache fortlaufende Blocknummer adressiert. Da die
CHS-Adressierung bei heutigen Festplatten sowieso eine Scharade ist
(moderne Platten haben auf den Zylindern am äußeren Rand viel mehr
Sektoren als auf denen am inneren, warum Platz verschenken?), spricht
nichts dagegen, LBA zu benutzen, wenn Festplatte und BIOS das beherrschen.
Denken Sie daran, gegebenenfalls auch Ihren Bootlader entsprechend zu
konfigurieren!

Die anderen drei Antworten sind frei erfunden.