JPApi #
Soll eine Bibiothek für eine "Java Persistenz API" werden, die flach und einfach ist,
Es kann losgehen, ich brauche nun eine Abstraktion, für mich privat (Homepage) und für ein paar Freunde. (JensKapitza)
Nach einer Besprechung beim LUG-Treffen wollten wir dieses Thema mal wieder aufwärmen.
| Lizenz | BSD, LGPL |
| Projektname | JProxyApi |
| SVN | kommt noch |
| CVS | kommt noch |
| Entwickler | JensKapitza, wer noch? |
| OpenJPA | hmm muss man sich mal näher angucken |
Also den Projektnamen nehme ich nicht. Der ist ja hässlich. Da werden wir im Limericks nochmal das eine oder andere Guinness drüberlaufen lassen müssen. :-) Ein öffentliches SVN habe ich bei mir. Wenn das Projekt in Fahrt kommt, können wir es auch nach Sourceforge transferieren (in lug-kr oder einem eigenen Projekt).
Lizensierung #
| Fragen | Antworten |
|---|---|
| Darf ich mit der Apache-Lizenz nicht freie Lib's benutzen? | Mit der GPL darf ich das nicht aber die Apache Lizenz wollte ich nicht auch noch auseinander nehmen |
-- JensKapitza
Ich vermute mal, Du bist mit Deinen Nachfragen der Microsoft-Propaganda von der "viralen" GPL aufgesessen. Hier noch mal mein Standpunkt dazu: Ich schreibe Software in meiner Freizeit bzw. durch meine Firma gesponsort. Das macht Arbeit und kostet Zeit und hat grundsätzlich einen Wert. Diesen Wert stelle ich kostenlos der Welt zur Verfügung, wenn diese mir auch etwas zur Verfügung stellt. Ich erhalte also z.B. ein Debian Linux und gebe dafür meinen Code her. Das ist fair. Nun kommen andere Leute wie im von Dir genannten Beispiel Microsoft und nehmen Geld für Ihre Software. Das sollen Sie, das ist Ihr gutes Recht, aber dann sollen Sie dieses Geld nicht mit meinem Code verdienen. Wenn die also wollen, daß Ihre Kunden Ihnen noch mehr Geld bezahlen, weil sie in Zukunft auch meine Software nutzen können, dann können sie mich auch für meine Arbeit bezahlen.
Nun scheint Dein Standpunkt mehr von der Benutzerseite her gemeint zu sein. Du hast Angst, daß einige Benutzer ausgeschlossen werden könnten. Da wir eine Bibliothek schreiben wollen, sind die Benutzer aber immer erstmal Programmierer und da gibt es immer Leute, die damit Geld verdienen (die können das dann teilen, wenn sie meine Arbeit mitbenutzen) und Leute, die das nicht tun (die dürfen das mit der GPL). Wer als Anwender in seinem Unternehmen die stategische Entscheidung getroffen hat, Microsoft-Produkte einzusetzen und diese ganz dringend benötigt und bezahlt hat, dürfte kein Problem damit haben, auch etwas zu zahlen, um dann auf seine eigenen Daten zugreifen zu können. Alle anderen haben einen Anreiz, freie Software zu nutzen.
Wie Du siehst, stehe ich einer Dual-Lizensierung GPL/proprietär gar nicht negativ gegenüber. Man müsste hierfür den Entwicklerkreis einschränken, um die Sache händelbar zu halten, aber ich wäre froh, wenn wir erstmal überhaupt Entwickler hätten. Das Ganze ist IMHO ein Problem für die Zukunft (wenn wir eine echte Software haben).
Ich schlage dringend vor, daß wir statt der Theoretisierung über konkrete Probleme sprechen: Du hast von einem JDBC-Treiber für MS-SQL gesprochen. Ich habe einen MS-SQL-JDBC-Treiber
gefunden, der unter der LGPL steht, sehr gut aussieht und in mein Paket passt. Du musst also ein anderes, gutes (bitte nichts an den Haaren herbeiziehen) Beispiel finden. (Sollte Franz Dein Beispiel sein, so gehe ich nach den bisherigen Aussagen davon aus, daß er eine Zusammenarbeit ablehnt, würde mich aber ggf. auch gerne über eine Lizensierung für ihn unterhalten.)
Ziele, die man erreichen sollte #
- kompatibel mit JDK >= 1.5
- wenige bis hin zu gar keinen Abhängigkeiten
- Möglichst wenig Konfiguration
- Annotationen an der vorhandenen API von Sun orientieren (EJB)
- unsere API an der API von Sun orientieren (?)
- kurze Ladezeit (im Vergleich z.B. zu Hibernate)
- ClassLoader, Interfaces und Klassen auch drüber hinaus aus lesbar machen (Konfigurations Klasse, * addClass() *)
- so weit wie möglich Nutzung vorhandener APIs (z.B. BeanInfo, PropertyDescriptor, Collections wie List oder Set, etc.)
- Laszy Listen, Sets, ...
- SQL als Abfrage sprache
- Object Cache, nur änderungen in Datenbank speichern
- Treiber unabhängig, eigene Driver.class als Proxy nutzen
- reconnect, oder STATEMENTS doppelt absetzen bei einem Ping timeout
- Funktionsfähigkeit in JavaSE und in JavaEE
- automatische Erstellung von neuen Datenbanken
- automatisierte Erzeugung von Swing-Widgets zur Bearbeitung von Daten
Features #
- Mapping
- Caching (PREPARED Statement)
- Connection POOL
- Konfiguration durch Java Quellcode, Konventionen, Annotationen, Konfigurationsdateien, vorhandene Datenbank (in dieser Reihenfolge)
- Im Normalfall stehen alle Eigenschaften einer Bean in einer einzigen Datei (im Java-Quelltext)
- automatische Erstellung von GUIs (Web und Swing)
- Arbeit mit mehreren Datenbanken gleichzeitig (mit übergreifenden Fremdschlüsseln)
- Caching von Metainformationen
Observer-Pattern (Wikipedia
) #
- Änderungen werden direkt in der Datenbank gemacht
- Die Observer-Funktionalität sollte automatisch in vorhandene Beans eingebaut werden (läuft übrigens bereits bei ThomasBayen mit BCEL)
- BCEL (http://bcel.apache.org)
- Bytecode-Manipulation, wird von vielen bekannten Projekten genutzt
- SERP (http://serp.sf.net)
- Alternative zu BCEL
- Jasmin (http://jasmin.sf.net)
- Bytecode-Assembler
- AspectJ (http://www.eclipse.org/aspectj)
- aspektorierentiertes Java
- Proxy-Objekte (http://java.sun.com/j2se/1.5.0/docs/api/java/lang/reflect/Proxy.html)
- Lösung aus dem JDK
- abgeleitete Klassen on the fly erzeugen. (Kann man in Java6
einfach einen Compiler aufrufen?) (siehe auch Dynamic Java Compiler
)
- das sollte mit Janino
gehen. -PeterHormanns
- Mit Exorcist
könnte man zur Compile-Zeit erweiterte Klassen erzeugen (benutzt SERP)
- das sollte mit Janino
- abgeleitete Klassen in einer Scriptsprache erzeugen (geht mit Rhino, das in Java6 enthalten ist oder auch mit Groovy).
- BCEL (http://bcel.apache.org)
- Es sollte möglich sein, den Observer auch selbst zu implementieren (ganz ohne BCEL) - das macht dessen Funktionsweise transparenter.
Was nimmt man für die Modifikation der Beans #
- Die o.g. Bytecodegeneratoren können unser Problem wohl alle lösen. Allerdings ist die Codeerzeugung alles andere als intuitiv und einfach. Andererseits kann man durch Delegation dazu kommen, daß man die eigentliche Funktionalität wieder in richtigem Java schreiben kann. Man kann die persistente Klasse als Ableitung der Original-Beanklasse implementieren. Wenn diese Lösung einmal steht (ich habe es bereits mit BCEL gemacht), ist sie eigentlich ganz gut.
- Proxy-Objekte bauen auf einem Interface statt auf einer Bean-Class auf. Man müsste also zu jeder Beanklasse ein identisches Interface haben. Vielleicht erstellt man dieses per BCEL? Es entsteht dann das Problem, daß das Proxy-Objekt nicht mehr die Klasse der ursprünglichen Bean hat. Das kann zu Verwirrung führen. Hibernate scheint so zu arbeiten, da mir dort genau dieses Problem aufgefallen ist.
- AspectJ ist garantiert die eleganteste und intuitivste Lösung. Scheinbar kann man es neuerdings sogar dazu bringen, in einer Standard-Umgebung zu laufen (ohne Precompiler). Es erlaubt aber leider nicht, zusätzliche Methoden in einer Klasse zu erzeugen. Es modifiziert immer die Originalklasse, d.h. auch nicht-persistente Instanzen der Klasse werden verändert.
Da ja leider in Java kein Java-Compiler enthalten ist, aber in Java6 Rhino (Javascript Engine) enthalten ist, ist das vielleicht die richtige Sprache. Java als Sprache hätte den Vorteil, daß die o.g. angepassten Observer ganz normal in den Sourcecodebaum kommen könnten.
Ein Kriterium könnte noch sein, ob es unter JavaWebStart ohne weitere Sicherheitsfreigabe lauffähig ist (wäre bei Java einfach, bei Rhino müsste man das mal testen).
Ach ja - meine BCEL-Lösung ist eine Ableitung der Beanklasse, um die es geht, die ein besonderes Interface implementiert. Hibernate hingegen benutzt Proxy-Objekte. Mir ist der Sinn der Proxy-Lösung noch nicht aufgefallen. Im Gegenteil haben die persistenten Objekte dann ja eine komplett andere Klasse. Kennt jemand ein Argument für Proxys?
Design-Entscheidungen #
Hier möchte ich kontroverse Dinge sammeln bzw. Entscheidungen dokumentieren, die nicht sofort offensichtlich sind.
Wie direkt ist die Verbindung zur Datenbank? #
Eine Möglichkeit ist es, unabhängige Beans (mit Fremdschlüsseln ggf. einen Beanbaum) zu laden. Diese werden dann frei bearbeitet und werden mit einer update-Methode wieder zurückgeschrieben. Das andere Extrem ist es, wenn jeder getter und setter der Bean direkt auf einen SQL-Befehl gemappt wird. Zwischenlösungen sind denkbar. Für verschiedene Probleme sind verschiedene Bindungsstärken sinnvoll. Was sollte nun wirklich implementiert werden?
Nach Lesen der JPA-Spezifikation habe ich bemerkt, daß das ein Problem der Datenbank-Transaktion ist. In einer JavaEE-Umgebung ist das ganze wohl egal, in JavaSE sollte man entweder eine Möglichkeit haben, die Transaktion auf "autocommit" zu stellen, oder in der GUI darauf achten, daß nach jedem Klick brav committet wird. Was besser ist, bin ich noch unentschlossen.
Was ist eine Bean? #
Eine Klasse mit gettern und settern, um auf bestimmte Eigenschaften zuzugreifen. Beispiel:
public class Bean {
private Feld a;
public Feld getA() { return a; }
public setA(Feld b) { a = b; }
}
Links #
- Hauptseite zur Java Persistence API von Sun
- offizielle FAQ zu JPA von Sun
- Artikel von Sun über JPA
- Artikel von Sun zu JPA unter Java2SE
- JPA-Implementation von Glassfish
- BeanKeeper
scheint mir ein leichtgewichtiger Ansatz, wenn es nicht Hibernate oder JPA sein soll... --PeterHormanns
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