Dies ist eine AlteSeite aus unserem UseModWiki bei Sourceforge.
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= automatisches
Einloggen mit KDE =
Eigentlich schätzen wir alle Linux ja wegen seiner Sicherheit, die
nicht
zuletzt darauf basiert, daß man verschiedene Nutzer einrichten kann
und
man zum Einloggen jeweils ein Passwort angeben muss. Dennoch gibt
es Gründe,
das der Rechner direkt ohne Eingabe eines Users und eines Passworts
in eine
KDE-Oberfläche startet.
Der eine Grund ist, daß man sicher ist, daß man sowieso nur selber
an den
Rechner kommt. Hierbei bleibt es dem User selbst überlassen,
zwischen
Schutzbedürfnis seines Accounts und Sicherheit des Zugriffs
abzuwägen. Ein
anderer Grund ist, daß man einen Standard- (Gast-) Account
einrichtet, der
für normale Arbeiten benutzt werden kann, die keine
User-Privilegien
benötigen. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn ein Rechner
hauptsächlich
genutzt wird, um als Terminal auf anderen Rechnern zu arbeiten oder
nur als
Surf-Station, auf der nur ein Browser läuft, etc.
Mein eigenes Problem liegt ein bisschen dazwischen. Ich arbeite oft
auf meinem
Laptop und programmiere dann meistens an irgendeinem Projekt herum,
von dem
ich mir Teile auf den Laptop kopiert habe. Dabei ist dort nie
irgendwas
geheimes. Dabei will ich den Rechner schnell und unproblematisch
hochfahren.
Ab und zu möchte ich allerdings auch unter anderen Accounts
arbeiten (z.B.
für meine Frau), um eigene Sessions und Einstellungen zu bekommen
oder auch
um als root zu arbeiten.
== Account ohne Passwort ==
Die einfache Lösung ist, einen Account ohne Passwort einzurichten.
Obwohl
die normalen Tools meistens meckern, wenn man dies versucht, reicht
doch
das Löschen des Passwort-Eintrags in der ''/etc/passwd''-Datei aus,
um das
zu erreichen.
=== Warum reicht das nicht? ===
Dennoch ist das unkomfortabel. Man schaltet den Rechner ein und
dieser läuft
eine Weile, bis er hochgefahren ist. So weit - so gut. Nun muss man
sich
allerdings einloggen (ohne Passwort also mindestens 2 mal "Enter"
drücken)
und dann dauert es wieder eine Weile, in der man warten muss. Warum
kann
nicht direkt die Oberfläche eines Standard-Benutzers geladen
werden?
== unelegante Lösungen ==
Die zuerst von mir erwogene Lösung ist, daß man den automatischen
Start des
KDE-Logins verhindert (z.B. durch Deinstallation des Paketes
''kdm'') und
dann in den Startskripten des Systems etwas eigenes bastelt.
Allerdings machte
mich das nicht so ganz glücklich, denn was macht man denn, wenn nun
doch
mal ein anderer User unter KDE arbeiten will, ohne dafür erst auf
die
Konsole zu müssen und einige Befehle einzugeben.
Für bestimmte Anwendungen, wie z.B. ein dedizierter Rechner, der
auschließlich
für einen Zweck benutzt wird (z.B. Surfstation) mag das der
richtige Weg sein,
für meinen Rechner war das jedoch nicht gut.
== Elegante Lösung ==
Lange blieb diese Vision von mir unbearbeitet, bis ich irgendwann
dahinterkam,
daß genau dieser Fall vom KDE-Loginmanager '''kdm''' schon längst
erfasst
wird. Dann dauerte es nicht lange, bis ich herausfand, daß diese
Einstellungen
auch per KDE Control Center vorgenommen werden können. Die
Einstellungen
werden im Verzeichnis ''/etc/kde2/kdm/'' in verschiedenen Dateien
abgelegt.
Diese sind auch halbwegs gut in den manpages dokumentiert. Da das
Control
Center aber der leichteste Zugang ist, und obwohl ich sonst immer
ein Feind
von graphischer Konfiguration bin, habe ich mich diesmal
entschlossen, hier
diesen Weg zu beschreiben:
=== So wird's eingestellt ===
Man loggt sich per normalem KDE-Login als root ein. Was viele nicht
wissen,
ist, daß das KDE Control Center zusätzliche Einstellmöglichkeiten
bietet, wenn
man als root eingeloggt ist. Dazu zählt vor allem die Einstellung
des
Login-Managers. Man wählt also aus dem Baum "System/Login Manager"
(Ja, mein
root-Account ist englisch eingestellt...). Die Registerkarte ganz
rechts
befasst sich nun mit dem, was wir wollen: "Convenience". :-) Oben
links klickt
man dann auf "Enable auto-login" und auf "Truly automatic login".
In dem
Auswahlkasten darunter setzt man nun den User, der automatisch
eingeloggt
werden soll, also z.B. "gast". (Dieser muss natürlich vorher schon
angelegt
worden sein.) Die Einstellung ganz unten "Automatically Log in
after X Server
Crash habe ich jedoch ausgeschaltet. Danach mit "Apply" bestätigen
und das
Control Center wieder schliessen.
Jetzt kann man noch mit der rechten Maustaste auf den
Schließen-Button in der
Panel-Leiste klicken und dort in die Einstellungen gehen. Dort kann
man
einstellen, ob die Änderungen an der Session (d.h. welches Programm
wo
geöffnet ist etc.) beim herunterfahren gespeichert werden sollen
und ob danach
jedesmal gefragt werden soll (auch diese Frage finde ich inzwischen
recht
nervig.)
==== Einstellung per Datei ====
Wer der graphischen Konfiguration nicht traut, benutzt entweder
diff in o.g.
Verzeichnis, oder schaut von Hand in die Datei
''/etc/kde2/kdm/kdmrc''.
Achtung! Sobald diese Datei einmal vom Control Center aus neu
geschrieben
wird, sind alle Kommentare und damit die Dokumentation gelöscht.
(Das
bestätigt meine Argumente gegen graphische Konfigurationstools...)
=== So wird's benutzt ===
Wer jetzt mit ''/etc/init.d/kdm restart'' den kdm neu startet, wird
automatisch eingeloggt. Fertig! Wer sich als jemand anderes
einloggen will,
loggt sich zuerst mal als Gast normal aus. Danach wird das normale
kdm
Login-Fenster angezeigt und man kann sich wie vorher auch als
beliebiger User
(auch root) anmelden. Wer den Rechner gerade einschaltet und es
eilig hat,
kann das hochfahren des Gast-Users auch mit "Strg-Alt-Del" (Stoppen
des
X-Servers) abwürgen und hat dann fast genausoschnell den
Login-Screen wie
vorher.
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