In jedem besseren Datenbanksystem gibt es eine Methode, um Schlüsselfelder automatisch zu erzeugen. Das bedeutet, daß ich mehrere Datensätze in die Datenbank einfügen kann und jeder dieser Sätze einen eindeutigen (zumeist numerischen) ID-Wert zugeordnet bekommt. Auf diese Art kann ich später jeden einzelnen Datensatz genau identifizieren. Man kann die Erzeugung eines solchen eindeutigen Schlüssels der Applikation überlassen oder dies in der Datenbank machen. Letzteres ist in vielen Fällen komfortabler und weniger fehleranfällig.
Der SQL-Standard benutzt für dieses Problem sogenannte Sequences. Dennoch haben sich verschiedene Methoden und Syntaxen durchgesetzt, mit dem Problem umzugehen. HSQLDB
benutzt IDENTITY
, MySQL hat AUTO_INCREMENT
und PostgreSQL nimmt SERIAL
.
Leider ist die Semantik dieser verschiedenen Lösungen überall leicht unterschiedlich:
) erlaubt es nicht, Werte selber anzugeben. Die ID wird IMMER erzeugt. IDENTITY impliziert immer UNIQUE.
) erlaubt es, eigene Werte anzugeben. Allerdings wird die zugrundeliegende Sequence davon nicht verändert, so daß man also in die Situation kommen kann, wo die SERIAL-Sequenz einen Wert liefert, den man vorher bereits manuell gesetzt hat. Konsequenterweise ist dann auch UNIQUE nicht automatisch impliziert (kann aber natürlich angefügt werden).
) lässt die Angabe von eigenen Werten zu. Ein automatisch generierter Wert ist aber garantiert immer höher als der höchste bisherige Wert. Diese Semantik erscheint mir als die logischste.
.
Für meine Bibliothek (LugFramework) suche ich einen ID-Generator, der folgende Eigenschaften hat:
Meine Überlegungen ergeben, daß ich eigentlich genau das möchte, was MySQL mit AUTO_INCREMENT macht. Dummerweise benutzt mein Projekt im Moment PostgreSQL, so daß ich das dort implementieren möchte.
Nach eingehendem Studium der PostgreSQL Dokumentation
ist meine Vorstellung, daß man am einfachsten SERIAL
Spalten benutzt und diese dann mittels eines Triggers
anpasst.
Einen Trigger setzt man mit dem CREATE TRIGGER
-Befehl. Dieser ruft dann eine vorher definierte Funktion auf, die man einer von mehreren integrierten Sprachen, am einfachsten in PL/pgSQL
implementiert. In der Doku steht auch ein Beispiel für einen Trigger in PL/pgSQL
.
Bisher habe ich diesen Trigger noch nicht implementiert.
Auch HSQLDB erlaubt die Verwendung von Triggern
, allerdings habe ich das bisher (noch) nicht umgesetzt.
Wünschenswert wäre, wenn man in Hibernate eine eigene Generator-Klasse hätte, so daß man den hier vorgestellten ID-Generator genauso auswählen kann, wie die anderen, in Hibernate vorgegebenen, Varianten.