Bei diesen beiden Programmen (und einigen anderen Verwandten derselben) handelt es sich um die Imlementation des Debian-Paketverwaltungssystems. Der zugrundeliegende Paketmanager des Debian-Betriebssystems ist dpkg. Es ist vergleichbar mit rpm, das bei einigen anderen Distributionen benutzt wird.
Zusätzlich gibt es noch apt, das eine Verbindung zu einem Debian-Mirror herstellt und damit die Pakete verwaltet, die gar nicht installiert sind. Ein solcher Mirror kann im einfachsten Fall eine CD sein, ein lokaler DebianMirror, kann aber auch ftp://ftp.debian.org sein, womit man sein System immer automatisch auf dem aktuellen Stand halten kann. Es ist so möglich, immer "State of the Art" zu sein, oder aber auch nur wichtige Security-Fixes automatisch einzuspielen.
In dieser Datei sind die Quellen aufgeführt, aus denen apt seine Pakete holt. Als Beispiel hier mal meine Datei:
deb http://ftp.freenet.de/debian/ woody main non-free contrib deb http://ftp.freenet.de/debian-non-US/ woody non-US/main non-US/contrib non-US/non-free deb http://security.debian.org/debian-security woody/updates main contrib non-free
- Sehr einfach gehaltene Einführung in das Thema
- Die offizielle Bibel zum Thema (auch in deutscher Übersetzung)
- gute Einführung von IBM
- gutes HOWTO zum Thema
- Pakete ganz ohne Hilfsprogramme
Wenn man mehrere Quellen in der sources.list angibt, kann man Prioritäten vergeben, welche Pakete denn nun wirklich installiert werden. Am einfachsten geht das (siehe z.B. UnstablePaketeNutzen) mit der -t-Option von apt-get, also z.B. mit
apt-get -t stable
Wer diese Einstellung fest vorgeben will, kann in die Datei /etc/apt/apt.conf folgendes schreiben:
APT {
Default-Release "testing";
};
Dann werden alle Pakete, die durch diesen Befehl installiert werden, aus der angegebenen Distribution genommen. Gibt man hingegen als Paketnamen meinpaket/unstable an, so wird nur dieses eine Paket aus unstable geholt.
Darüberhinaus kann man per sogenanntem "pinning" Prioritäten für verschiedene Pakete und Paketgruppen vergeben. Dazu sollte man man apt_preferences lesen. Wer sich damit auskennt, kann aber Erfahrungen auch gerne hier niederschreiben...
Jeder, der bis hierher mitgelesen hat, kennt sicher die Hilfe von apt-get. Wenn ihr in der Hilfe zum Ende gekommen seid, wißt ihr: APT hat Super-Kuh-Kräfte!
$ apt-get --help
apt 0.5.28.6 für linux i386 kompiliert am Mar 22 2005 07:17:03
Aufruf: apt-get [Optionen] Befehl
apt-get [Optionen] install|remove pkg1 [pkg2 ...]
[...]
Siehe auch die Man-Seiten apt-get(8), sources.list(5) und apt.conf(5) für
weitergehende Informationen und Optionen.
'''Dieses APT hat Super-Kuh-Kräfte.'''
Probiert es aus!
$ apt-get moo
Jetzt haben wir Debian Sarge und benutzen aptitude -- leider ohne Super-Kuh-Kräfte
$ aptitude --help
aptitude 0.2.15.9
Verwendung: aptitude [-S dname] [-u|-i]
aptitude [Optionen] <Aktion> ...
[...]
'''Dieses Aptitude hat keine Super-Kuh-Kräfte.'''
$ aptitude moo $ aptitude -v moo $ aptitude -vv moo [...]
- Gut geschriebene APT-Erläuterung auf deutsch
- Kurze Einführung ins Thema auf deutsch
- Interessante Einführung auf www.debianplanet.org (englisch)
- ...zweiter Teil
- Das ist die originale Doku, in der eigentlich alles steht, also RTFM!
- Liste von unoffiziellen Debian-Paketsammlungen (sehr umfangreich)
- Programm, das automatisch Pakete verschiedener Formate (dpkg, rpm, slackware) erzeugt
- sehr guter (deutscher) Artikel zum Pinning